muse & medizin

Künste, die bewegen……

Servus – mein Ruhestand

Liebe Eltern, liebe Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene,

es zeichnete sich ab und tritt nun nach der Sitzung der KVWL am 09.12.2021 ein:
zum 31.12.2021 beende ich meine Tätigkeit als Facharzt und übergebe die komplette Führung der Praxis in junge Hände (Frau Dr.Oeing-Köpp/Frau Dr. Gerwinn), die die meisten von Ihnen schon kennen.

In diesem letzten Beitrag der homepage gilt es Dankeschön zu sagen, einen versöhnlichen Rückblick zu wagen und Mahner zu bleiben.

Dankbar bin ich für jedes anvertraute Kind und jede Entscheidung, die sich positiv auf das Wohl der mir anvertrauten Patienten ausgewirkt hat.
Danke an mein Team, das sich mit hoher Loyalität, grossem zwischenmenschlichen Vertrauen und hervorragender fachlicher Qualifikation jeden Morgen neu aufgestellt hat.
Danke an meine Familie, insbesondere meine Frau und unsere 4 Kinder, ohne deren Verzichtbereitschaft und immerwährende Ermutigung ich niemals die Praxis so hätte führen können.
Danke an Sie als Eltern, dass Sie mir immer wieder das Wohl und Wehe Ihrer Kinder anvertraut haben.

12 Jahre klinische Tätigkeit und fast 30 Jahre Kinderarztsein in einer Praxis sind ein langes, intensives Berufsleben. Bei mehr als 1,2 Millionen Patientenkontakten, zahllosen Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, kleinen und grossen Verletzungen, spielte für mich die zwischenmenschliche Begegnung immer die entscheidende Rolle.
Kinderarzt zu sein, ist eine grosse fachliche und menschliche Herausforderung; aber auch die Chance, Weichen stellen zu dürfen.
Genau das haben viele von Ihnen zugelassen und sich auf meine manchmal herausfordernde und andersartig wirkende Art eingelassen.

Gerade die letzten 2 Jahre waren eine grosse Herausforderung und haben bei mir körperlichen und seelischen Tribut gefordert.
Mahnend in der Krise, zurückhaltend in der “Impffrage”, sehe ich das seelische und körperliche Wohl Ihrer und meiner Kinder aus einem wachen, kritischen und wissenschaftlich verantwortlichen Blickwinkel – bis heute!!
Nicht alles, was als “modern” und “revolutionär” versprochen wird, ist es auch; vor allem nicht ungeprüft.
Kinder – oder besser einen reifenden jungen Menschen –  dem Risiko unklarer mittel- oder langfristiger Nebenwirkungen auszusetzen, konnte ich bis zum Schluss nicht verantworten, zumal die “zu bekämpfende” Erkrankung sich im Kindes- und Jugendalter als unkompliziert und beherrschbar dargestellt hat.
Kinder sind keine “kleinen Erwachsenen” und habe eine sehr kluge Einschätzung von Dingen, wenn sie nicht von aussen beeinflusst werden.

Diesen Blick zu bewahren und verantwortlich, gewissenhaft und mit dem Bewusstsein des Anvertrautseins, Kinder zu behandeln, wird in der Zukunft ein noch stärker herausfordendes Thema sein.

Ich gehe mit Wehmut, aber ich weiss, dass es endgültig Zeit ist, den Platz zu räumen.

Und ein letztes – und mancher hat es gewusst, viele haben es geahnt:
ich habe immer mit der Einstellung gearbeitet, das mir Gott Ihre Kinder anvertraut hat, und ich im Glauben an diesen lebendigen Gott mein Bestes gegeben habe, um ihren Kindern einen guten Weg zu ermöglichen.
Nicht ich habe geheilt, sondern der, der das Leben Ihrer Kinder letztlich in der Hand hat.
Das müssen Sie nicht nachvollziehen – aber es war und ist meine tiefste Überzeugung.

Das dieser Schöpfergott Ihr Leben und das Ihrer Kinder segnet, ist mein Herzensanliegen, wenn ich das Stethoskop aus der Hand lege.
Im Herzen bin und bleibe ich ein überzeugter, begeisterter und in der Sache streitfähiger Arzt.

Ihr Dr. Meinolf Stute

….mit dieser Handskizze meiner Frau sind wir gestartet – und so verabschiede ich mich auch!!

sdg (soli deo gloria)

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